Ab September

Ellbogenchirurgie

Das Gelenkzentrum Winterthur hat den hohen Anspruch, sämtliche Behandlungen nach neusten Erkenntnissen der Wissenschaft und medizinischen Standards auszuführen. So kommt auch bei der Ellbogenchirurgie praktisch ausschliesslich minimalinvasive (arthroskopische) Technik zum Einsatz. Dadurch werden bei den Eingriffen Weichteile wie Muskeln und Nerven entscheidend geschont.

Von den bei uns angewandten modernen und präzisen Operationsmethoden profitieren Sie als Patientin bzw. Patient nach dem Eingriff ganz konkret; durch eine spürbare Reduktion der postoperativen Schmerzen und den positiven Einfluss auf den Rehabilitationsprozess.

PD Dr. med. Florian Hess und das ganze Team setzen alles daran, dass Sie Ihren Ellbogen im Alltag und beim Sport schnellstmöglich wieder schmerzfrei beanspruchen können.

Tennis- und Golferarm (Epicondylitits)

Eines der häufigsten Krankheitsbilder am Ellbogengelenk ist die Epicondylitis, welche durch eine monotone bzw. repetitive chronische Belastung der Sehnenansätze im Unterarm zu Mikrorissen führen, welche sich schmerzhaft entzünden.

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Mit überwiegender Mehrheit tritt eine Epicondylitis aussen auf; bei dieser Variante (Epicondylitis radialis humeri) spricht man umgangssprachlich von einem «Tennisarm».

In selteneren Fällen manifestiert sie sich innenseitig (Epicondylitis humeri ulnaris); hier entsprechend «Golferarm» genannt.

Am wichtigsten ist es, den Auslöser für die Beschwerden zu identifizieren und zu umgehen.

In den meisten Fällen lässt sich der schmerzhafte Reizzustand mit der nötigen Geduld und eventuell einem physiotherapeutischen Heimprogramm zum Abklingen und Verschwinden bringen.

Ergänzend bietet sich die Möglichkeit einer Eigenblutinfiltration (PRP); weitere Informationen zu dieser zukunftsweisenden Behandlungsoption finden Sie hier …

Auf der Basis des heutigen Wissensstands verzichten wir auf die vielerorts noch verabreichten lokalen Cortisonspritzen. Eine Behandlung mit Cortison führt zwar in der Regel zu einer temporären Schmerzreduktion, verschlimmert nach Abklingen das Schmerzbild jedoch häufig.

Nur in wenigen Fällen ist ein operatives Vorgehen notwendig. Dieser Eingriff wird – wie praktisch alle Operationen am Gelenkzentrum Winterthur – minimal-invasiv ausgeführt; mit verkürzter postoperativer Ruhigstellung.

Verletzung der distalen Bicepssehne

Distale Bizepssehnenruptur

Durch abrupt einwirkende hohe Überbelastung oder Überdehnung kann die Bizepssehne am Ellenbogen reissen.

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Nicht selten sind Kraftsportler betroffen, die mit sehr hohen Gewichten trainieren. Aber auch das ruckartige Anheben von Lasten im Alltag, das Auffangen schwerer Gegenstände oder Stürze aus grosser Höhe können zu einem akuten Riss der Bizepssehne am Ellbogen führen.

Eine solche «distale Bizepssehenruptur» löst unmittelbar einen starken, stechenden Schmerz in der Ellenbeuge und oft auch einen Bluterguss aus. Die Dreh- und Beugekraft des Ellbogengelenks ist eingeschränkt.

Bei einem Komplettriss kommt es in der Regel zu einer sofortigen Verformung des Oberarms, weil der Muskelbauch des Musculus biceps brachii nach oben wandert. Darum ist es wichtig, die Sehne operativ möglichst zeitnah wieder am ursprünglichen Ort zu fixieren, was nicht nur den Eingriff und die Nachbehandlung grundsätzlich vereinfacht, sondern auch einen bleibenden Kraft- und Funktionsverlust der Bizepssehne verhindert.

Instabilität, Bandverletzungen

Bei einer Auskugelung (Luxation) des Ellbogens werden Teile des Bandapparates in Mitleidenschaft gezogen, was zu einer Instabilität des Ellbogengelenks führen kann.

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Meist führt ein Sturz, mit ausgestrecktem Arm auf die Hand, seltener auch eine extreme Verdrehung des Armes, zu einer Luxation des Ellbogengelenks. Bei Erwachsenen reissen dabei immer Teile des komplexen Kapsel-/Bandapparates, welche die Stabilität des Ellbogens sicherstellen.

Eine einfache Luxation, bei welcher die Knochen keinen Schaden genommen haben und die Bänder und Kapsel nur leicht verletzt sind, kann meist ohne Intervention behandelt werden. Nur sehr selten ist hier eine primäre (operative) Stabilisierung nötig.

Bei komplexen Luxationen (mit Knochenbrüchen) muss das Ellbogengelenk jedoch operativ stabilisiert werden. Solche Eingriffe erfordern vom Operateur ein grösstmögliches Gelenkverständnis, regelmässige Durchführung und jahrelange Erfahrung; alles Eigenschaften und Kompetenzen, über welche sämtliche orthopädische Chirurgen am Gelenkzentrum Winterthur für ihre spezifischen Gelenke verfügen.

Werden Bandverletzungen verpasst und/oder nicht optimal nachbehandelt, können durch eine chronische Instabilität Schmerzen auftreten. Zur Behebung des chronischen Zustandes, muss in solchen Fällen das verletzte Band meist durch ein Neues verstärkt oder ersetzt werden.

Freie Gelenkkörper

Sich frei im Ellbogengelenk bewegende, abgelöste Knorpel- oder Knochenfragmente, können sich im Gelenkspalt einklemmen, was als schmerzhafte Blockade mit Bewegungseinschränkung wahrgenommen wird.

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Bei älteren Menschen entstehen freie Gelenkkörper, auch «Gelenkmäuse» genannt, vor allem im Rahmen einer beginnenden Arthrose.

Bei jungen Menschen kann es durch eine intensive sportliche Aktivität zu einer lokalen Überbelastung des Knorpels kommen. Zusammen mit einer vorgegebenen schlechten Blutversorgung kommt es dadurch an bestimmten Orten im Gelenk zu einer Knorpelschädigung und -ablösung (Osteochondrosis dissecans oder Morbus Panner).

Freie Gelenkkörper verursachen blockadeähnliche Zustände und Schmerzen; sie können auch zu einer Schädigung des Ellbogengelenks führen. Unbehandelt verschlimmern sich die Beschwerden erfahrungsgemäss durch die fortschreitende Schädigung des Gelenks fortlaufend.

Die Entfernung der Gelenkkörper erfolgt mittels minimal-invasiver, arthroskopischer Technik. In der Regel wird der geschädigte Gelenkteil bei diesem Eingriff mitbehandelt.

Dies geschieht meist im Sinne einer Mikrofrakturierung des betroffenen Areals, ein Verfahren, mit welchem der Knorpel dazu angeregt werden soll, sich im Bereich der defekten Stellen zu regenerieren.

Ellbogensteife

Eine schmerzhafte Ellbogensteife kann auftreten, wenn das Ellbogengelenk über einen längeren Zeitraum Wochen ruhiggestellt wird.

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Das Ellenbogengelenk neigt zur Einsteifung, insbesondere die vordere Kapsel. Wird der Ellbogen nach einer Operation oder zur Ausheilung eines schmerzhaften Anpralls länger als zwei Wochen ruhiggestellt, kann sich so schnell eine Ellbogensteife entwickeln; dies, weil sich die Gelenkkapsel am Ellbogen relativ rasch vernarbt. Der Arm kann in der Folge nicht mehr vollständig gestreckt und/oder gebeugt werden.

In erster Linie wird mit Physiotherapie versucht, die Ellbogensteife zu lösen. Eine zusätzliche Cortisoninfiltration ins Gelenk kann mitunter geeignet sein, den Heilungsprozess zu unterstützen.

Der konservativen Therapie sind allerdings Limiten gesetzt. Meist lässt sich die Biegung besser aufdehnen als die Streckung. Trotz intensiver Dehnungsübungen kann es vorkommen, dass kein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht wird.

In diesen Fällen werden mit einem minimal-invasiven, arthroskopischen Eingriff die Vernarbungen gelöst und die Gelenkkapsel gespalten (Arthrolyse), um die Beweglichkeit des Armes nachhaltig zu verbessern.

Gelenkspiegelung (Arthroskopie)
bei Arthrose

Mit einer Arthroskopie, einem minimalinvasiven gelenkserhaltenden Verfahren, lassen sich die von einer leichten Arthrose hervorgerufenen schmerzhaften Bewegungseinschränkungen in vielen Fällen verbessern und Schmerzen reduzieren.

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Eine schmerzhafte Arthrose, der degenerative Gelenkverschleiss am Ellbogen, ist zum Glück selten und oft auf eine frühere Verletzung zurückzuführen. Sie kann lange Zeit schmerzfrei bleiben, bevor sie sich in sehr unterschiedlichen Formen bemerkbar macht.

Der meist ambulant durchgeführte, arthroskopische Eingriff erfolgt über wenige kleine Zugänge. Dies schont sowohl die Muskulatur als auch die Nervenversorgung und ermöglicht damit eine deutlich verkürzte, schmerzreduzierte Rehabilitationszeit.

Bei der Operation werden Knochenwucherungen und geschädigtes Gewebe abgetragen sowie allfällig vorhandene freie Gelenkskörper entfernt.

Das Ziel der Arthroskopie ist nicht nur das kurzfristige Beheben von Bewegungseinschränkungen und Schmerzreduktion, sondern auch, den Einsatz eines Gelenkersatzes (Prothese) zu verhindern oder zumindest möglichst lange hinauszuzögern.

Gelenkersatz (Prothese)
bei Arthrose

Ist eine Arthrose weit fortgeschritten und sind die Optionen der gelenkerhaltenden Therapien ausgeschöpft, ist der Einsatz eines künstlichen Ellbogengelenks (Prothese) möglich.

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Am Ellbogen sind drei Knochen durch ein ausgeklügeltes System von Bändern, Sehnen und Muskeln miteinander verbunden. Dieses komplexe Gelenk sorgt nicht nur dafür, dass der Unterarm gebeugt, gestreckt und gedreht werden kann, sondern auch, dass wir mit der Hand Gegenstände greifen und heben können. Darüber hinaus wirken bei verschiedenen Bewegungen und Belastungen enorme mechanische Kräfte auf die Strukturen.

Aufgrund dieser mannigfaltigen Anforderungen und extremen Belastungen ist es nur logisch, dass der Ersatz des Ellbogengelenks durch eine künstliche Variante äusserst anspruchsvoll ist.

Dies begründet auch die im Vergleich zu Schulter, Hüfte und Knie höhere Komplikationsrate. Zwar können auch mit einer Ellbogenprothese die Schmerzen in vielen Fällen deutlich reduziert und die Beweglichkeit entscheidend verbessert werden. Ein künstliches Ellbogengelenk darf jedoch nur gering belastet werden, um Lockerungen zu vermeiden. Darum ist eine Prothese vor allem für ältere Patientinnen und Patienten mit grossem Leidensdruck zu empfehlen; in solchen Fällen aber eine gute Option, um wieder schmerzfrei leben zu können.

Eigenblut-Therapie (PRP)

Bei degenerativen Erkrankungen des Ellbogengelenks, aber auch bei bestimmten Verletzungen am muskuloskelettalen Bewegungsapparat, gewinnt die Eigenblut-Therapie als natürliche Option immer mehr an Bedeutung.

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Ihr Spezialist für Ellbogen- und Schulterchirurgie

PD Dr. med. Florian Hess

Facharzt Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates und Facharzt Chirurgie, FMH